Montag, 23. September 2019

Karibu tena Tansania!

Angenehme 20 Grad in der Kabine der KLM Maschine. Nicht nur der kalte Luftstrom der Lüftungsanlage, sondern auch die bekannte  aber freudige Anspannung vor dem ersten Schritt in diesem Jahr auf afrikanischem Boden, lässt uns ein wenig die Haare zu Berge stehen. Dann ist es soweit. Die Kabinentüren öffnen sich, eine Mischung aus Kerosingeruch und feuchter Tropenluft füllt die Lungen. Angenehm warme 30 Grad lösen jegliche Anspannung in Luft auf und zünden erneut den Funken der Aufbruchstimmung. Tansania wir haben dich vermisst!

Die diesjährige Projektreise steht ganz im Zeichen der Erneuerung. Erneuerung der Beziehungen zur Süd-Pare Diözese, Erneuerung des Computerkabinetts in Usangi mit einem spannenden Experiment und natürlich Erneuerung der langjährigen Freundschaften zu unseren Partnern, Freunden und Weggefährten. Der Timetable ist randvoll gepackt und verspricht wieder viele Abenteuer mitzubringen. Wir wissen selber nicht, ob das was wir uns vorgenommen haben wirklich umsetzbar ist, oder ob wir uns nicht doch vielleicht ein wenig übernommen haben.

Picture of team in front of car

Alles begann mit einem etwas holprigen Start am Kilimandscharo International Airport. Nachdem die Abfertigung durch das neue E-Visa erstaunlich reibungslos verlief, mussten wir enttäuscht feststellen, dass unser Gepäck leider noch in Amsterdam liegt. Das bedeutete also erstmal sparsam mit den letzten sauberen Socken und Schlüppis umgehen.

Die Abholung vom Airport verlief dafür aber zum Glück völlig problemlos. Mr. Michael stand auf dem Schild unseres Shuttles in Richtung USA River. Auf dem Weg noch ein paar Einkäufe erledigt, fühlten wir uns nach der Ankunft schnell wie zu Hause. Die Zimmer Kiboko und Twiga waren liebevoll vorbereitet und selbst das WLAN funktionierte tadellos. Wir genossen unseren ersten afrikanischen Abend bei ein paar kühlen Getränken und freuten uns auf das was vor uns lag.

Der Start in die diesjährige Projektarbeit begann tansanisch langsam. Pole Pole! Wir trafen ein paar alte Freunde und unternahmen zuerst einmal einen Ausflug zu einer naheliegenden Kaffeeplantage. Endlich hatten wir mal die Gelegenheit zu erfahren wo das schwarze Gold eigentlich herkommt! Nachdem wir dann noch die notwendigen organisatorischen Erledigungen, wie z.B. den stets sehr müßigen Kauf der Simkarten abgehandelt hatten, starteten wir voller Vorfreude in Richtung Same. Nach den letzten beiden Jahren hatten wir so einige Erwartungen an die Diözese der Südpare-Berge. Was wir dann tatsächlich vorfanden überraschte uns jedoch zutiefst.