Die Geschichte der Stiftung

In den vergangenen dreißig Jahren hat sich zwischen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der lutherischen Pare Diöcese in Tansania, südlich des Kilimanjaro,  eine vielgestaltige und intensive  Partnerschaft entwickelt. Kontakte zwischen Kirchgemeinden führen zu  gegenseitigen Besuchen von kleineren und größeren Gruppen und zur Unterstützung von wichtigen Vorhaben dort in Kirchgemeinden und in verschiedenen Einrichtungen. Zu ihnen gehören Projekte zur Versorgung mit Wasser und Energie  ebenso wie Bauvorhaben oder Bildungsprogramme mit und für Frauen.

Ein besonderer Schwerpunkt sind die seit 1980 entstandenen fünf weiterführenden evangelischen Schulen (Secondary Schools) in Shigatini, Mruma, Usangi, Manka und Dindimo . (Sollten Sie Google Earth (http://earth.google.com) auf Ihrem Computer installiert haben, finden Sie hier eine Datei mit der genauen Lage der Schulen.)

2006 wurde der Mittelschule in Dindimo ein Lehrerausbildungsseminar (Teacher College) angegliedert. Seit 2007 führt die Schule in Mruma  bis zum Abitur.

Das Projekt „Schulen in Tansania“ trägt seit seinem Start 2004 zur Qualitätsentwicklung der Schulen in der Pare Diöcese bei. Schwerpunkte und einzelne Schritte werden jeweils mit den Schulleitern und der Diöcese verabredet. Das war in den ersten drei Jahren insbesondere die Einrichtung und Pflege von Computerkabinetten in den Schulen. Diese sorgten für die Bereitstellung und Ausstattung der erforderlichen Räume. In ihnen wurden dann in Deutschland gespendete, leistungsfähige Rechner und Monitore installiert. Begleitende Fortbildungen der Informatiklehrer gehören seit 2006 zum jährlichen Programm vor Ort.

2009 wurden die Kabinette intern vernetzt und teilweise mit neuer Hard- und Software auf Basis von freier Software (Linux) ausgestattet.

Die Universitäten und Fachhochschulen erwarten von den Studierenden Grundkenntnisse und –fähigkeiten im Umgang mit Computern. Dieses leisten nur vereinzelt staatliche Schulen.

2005 wurde mit der Einrichtung und dem Aufbau von Schülerbibliotheken begonnen.
Weder die Schulen noch die meisten Schüler verfügen über Fachbücher für die verschiedenen Unterrichtsfächer. Damit werden automatisch die Arbeitsmöglichkeiten im Unterricht und im Selbststudium sehr stark eingeengt. Jede Schule benötigt etwa 10 000 Euro. Dabei wird von Klassensätzen mit 20 Exemplaren für jedes Fach ausgegangen. Bisher spendeten Freunde und Förderer in Deutschland etwa die Hälfte der erforderlichen Mittel. Schulen in Trägerschaft der Evangelischen Schulstiftung in Mecklenburg – Vorpommern und Nordelbien, die in direktem Kontakt zu Schulen in der Pare Diöcese stehen, wie die St. Marienschule in Neubrandenburg und die Ev. Grundschule in Neustrelitz, beteiligen sich.

2006 wurde in und mit den Schulen je ein Flyer als Projekt von Schülern und Lehrern erarbeitet, aus Kostengründen in Deutschland gedruckt und dann von den Schülerinnen und Schülern in den Ferien in ihren Heimatorten verteilt. Im Ergebnis ist in allen Schulen die Schülerzahl deutlich gestiegen. Eine zunehmende Schülerzahl trägt wesentlich Finanzierung und damit zur Stabilität der Schulen bei, die weder vom Staat noch von der Kirche kontinuierlich gefördert werden.

Zunehmend gewinnt die Zusammenarbeit der Schulen an Gewicht, weil jede Schule für alle ihre Arbeit und ihr Leben betreffenden Fragen weithin alleine verantwortlich und zum Teil auch überfordert ist.  Bereiche, für die sich das anbietet, sind die Verwaltung, Bauplanungen und Baudurchführungen, die Arbeit an inhaltlichen Fragen, Fort- und Weiterbildungen. Solche zwischen den Schulen verabredeten Kooperationen helfen, ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Sie werden sich für die einzelne Schule als Entlastung und als Bereicherung erweisen. Auf diese Weise könnten auch der Austausch oder die gemeinsame Anstellung von Fachlehrerinnen geregelt werden. Die drei Schulen in den Nordparebergen und die Schulen in Manka und Dindimo liegen fußwegentfernt voneinander weg. Es sind also keine großen Entfernungen zu überwinden.

Das Projekt „Schulen in Tansania“ wird zum überwiegenden Teil mit Spenden von Freunden und Förderern finanziert. Sobald die einzelnen Vorhaben eines bevorstehenden Arbeitsaufenthaltes verabredet sind und deren Umsetzung geklärt ist, wird für deren finanzielle Unterstützung geworben. Die ehrenamtliche Mitarbeit vieler Helfer und Freunde ermöglicht es dem Projekt, keine Spendenmittel für Verwaltungskosten einsetzen zu müssen! Durch die Gründung der Eckart Schwerin-Stiftung „Schulen in Tansania“ ist der notwendige Rechtsrahmen für den weiteren Fortbestand des Projekts geschaffen worden.